„Ich könnte mich wegschmeißen vor Lachen“

Traisa. Ohlebach-Theater-Regisseurin Susanne Buhlinger-Seipp erzählt im Interview über die aktuelle Inszenierung und verrät, wie sich ihre neuen Rolle als Regisseurin anfühlt.

Die Premiere des Ohlebach-Theaters ist am 27. Oktober. Schon aufgeregt?

Ich bin total gespannt darauf, wie das Stück ankommt. Ich selbst könnte mich bei den Proben immer wegschmeißen vor Lachen und ich denke, das wird das Publikum auch. Bange ist mir also gar nicht. Die Probenarbeit macht richtig viel Spaß und die Schauspieler haben den Text parat. Aber wir entwickeln auch immer noch neue Ideen und jeder macht Vorschläge, was man noch einbauen könnte.

Die neue Komödie heißt „Chaos im Bestattungshaus“ und hat in Traisa ihre Uraufführung. Worum geht es?

Um einen Fabrikanten, der mit seinem Leben unzufrieden ist, etwas ändern möchte und dabei auf eine verrückte Idee kommt. Er inszeniert seinen eigenen Tod, um danach ein neues Leben anzufangen. In dem Bestattungshaus, das er sich dafür ausgesucht hat, treffen dann ganz spannende Charaktere aufeinander. Zum Beispiel seine unterschiedlichen Geliebten, eine lebenslustige Bestatterin und ihr Sohn, der in der Gothic-Szene aktiv ist. Dieser trägt dann dazu bei, dass der unmoralische Plan völlig nach hinten losgeht. Aber ich will nicht zu viel verraten…

Warum haben Sie sich für dieses Stück entschieden?

Weil es wieder etwas ganz Neues ist. Es ist eine schwarze Komödie und dadurch ergeben sich Formen der Text- und Situationskomik, die wir so noch nicht hatten.

Seit der Gründung des Ohlebach-Theaters vor 27 Jahren standen Sie als Schauspielerin auf der Bühne. In der vergangenen Saison haben Sie die Rolle der Regisseurin übernommen. War es schwierig, die Seiten zu wechseln?

Nein. Nach so vielen Jahren ist es auch schön, mal etwas anderes zu machen und noch stärker an der Entwicklung des Stücks als Ganzes zu arbeiten. Dafür mache ich auch bei einem Workshop im Darmstädter Staatstheater mit und besuche viele offene Proben. Ehrlich gesagt bin ich auch froh, keinen Text mehr lernen zu müssen. Aber andererseits fehlt es mir schon sehr, selbst zu spielen. Wenn ich auf der Bühne stehe, um jemandem vorzumachen, wie ich mir eine bestimmte Szene vorstelle, werde ich schon manchmal wehmütig.

Was glauben Sie, macht den Reiz des Ohlebach-Theaters aus?

Ich glaube das Besondere ist die gemütliche und lockere Atmosphäre. Dass man einen Wein trinken, Brezeln und selbstgemachten Kochkäse essen und gemeinsam lachen kann. Und natürlich, dass man Leute aus dem Ort dabei sieht, wie sie auf der Bühne in lustige Rollen schlüpfen.

  • Die Komödie „Chaos im Bestattungshaus“ feiert am 27. Oktober Premiere. Weitere Spieltermine sind am 2./3. November, 9./10. November, 16./17. November und am 23./24. November um 20 Uhr in der Traisaer Hans-Seely-Halle. Karten gibt es in der Sparkasse Traisa.
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